Backofenreinigung

 Backofenreinigung © tab62 - Fotolia.com

Backofenreinigung © tab62 – Fotolia.com

Ein neuer Backofen strahlt vor Sauberkeit. Wenn das aber auch nachher so bliebe, wäre das Leben der Hausfrauen einfacher. Leider ist das nicht der Fall. Beim Braten spritzt das Fett an die Seitenwände, aus der Pizza oder dem Brathähnchen tropft das Öl neben das Blech oder der Kuchen quillt über das Blech. Nicht immer wird anschließend sofort gesäubert. Bei der nächsten Benutzung brennen sich die alten Rückstände erst richtig ein. Dann wird das Säubern schon zum Problem.

Regelmäßige Backofenreinigung

Es gibt ausreichend Gründe, den Backofen regelmäßig zu reinigen. In einem Backofen Test ist der wohl schwerwiegendste Grund ist, dass das Reinigen nach jeder Benutzung schwieriger wird. Zum einen brennen sich die Rückstände immer mehr ein, zum anderen beginnen die eingebrannten Rückstände bei jeder Benutzung mehr zu qualmen und zu stinken. Je länger das Saubermachen aufgeschoben wird, desto mehr Rückstände sammeln sich an. Die Verkrustungen werden dicker und dicker. Dann wird die Reinigung des Backofens irgendwann zum Problem. Wenn das Reinigen dann endlich in Angriff genommen wird, sollte man auf keinen Fall versuchen, die Rückstände mit irgendwelchen Gegenständen abzukratzen. Die innere Beschichtung des Backofens ist sehr empfindlich und wird durch die Beschädigungen, auch wenn es auch nur Kratzer sind, porös. Dadurch können sich Ablagerungen noch einfacher festsetzen. Für eine schonende Reinigung stehen ausreichend Hilfsmittel zur Verfügung.

Methoden zur Reinigung des Backofens

Der Schwierigkeitsgrad der Backofenreinigung ist natürlich davon abhängig, wie alt die Verschmutzungen sind. Wenn die Verunreinigungen erst wenige Tage alt sind, reicht in den meisten Fällen ein Spülschwamm mit einer rauen Seite. Mit einem Laugenwasser mit normalem Haushaltsspülmittel und etwas schrubben bekommt der Backofen seinen alten Glanz wieder.

Ein probates Mittel sind natürlich chemische Reinigungsmittel. Es können sogar Tabs für die Spülmaschine verwendet werden. Was die Verkrustungen vom Geschirr beseitigt, sollte doch auch im Backofen wirken. Das funktioniert, wenn drei Tabs in kochendem Wasser aufgelöst werden. Da die Tabs längere Zeit benötigen, um sich komplett aufzulösen, sollte dieser Sud über Nacht stehen. Vorsicht ist dann am nächsten Tag bei der Benutzung der Lauge angebracht. Sie sollte nur mit Gummihandschuhen verwendet werden, da die Lauge sehr aggressiv ist und die Haut angreift. Zur Reinigung mit dieser Lauge wird ein weicher Schwamm verwendet, welchem sie im Backofen aufgetragen wird. Das Ganze dann ein paar Stunden einwirken lassen. Wird der Backofen anschließend mit Essigwasser ausgewaschen, sollten sich die Verkrustungen gelöst haben.

Eine weitere Option aus dem Bereich Chemie ist Rasierschaum. Er wird ebenso im Backofen verteilt und dann lässt man ihn einwirken. Zum anschließenden Auswaschen benutzt man ein kohlensäurehaltiges Mineralwasser. Der Rasierschaum hat gegenüber der Lauge aus Tabs den Vorteil, dass er nicht an den Wänden herunterläuft, sondern auf den verschmutzten Stellen kleben bleibt.

Natürliche Hilfsmittel zur Reinigung

Verschmutzter Backofen

Verschmutzter Backofen

Am schonendsten für Mensch und Umwelt sind natürliche Reinigungsmittel. Aber gibt es da überhaupt welche? Ein natürliches Reinigungsmittel für den Backofen ist Backpulver. In jedem Haushalt ist Backpulver zu finden und es eignet sich nicht ausschließlich zum Backen. Chemische Reiniger bringen den Nachteil mit sich, dass sie beim nächsten Aufheizen des Backofens chemische Gerüche abgeben und im Falle der Spültabs auch die Haut angreifen. Bei Backpulver kann das nicht passieren. Die Menge eines Päckchen Backpulvers wird drei Esslöffeln kohlensäurehaltigem Wasser zu einem cremigen Brei vermengt. Sie lässt sich mit einem Backpinsel sehr einfach auf den verschmutzen Stellen auftragen. Nach einer Einwirkzeit von 30 Minuten kann der Backofen dann mit einem weichen Tuch oder einem Schwamm ausgewaschen werden.

Salz ist auch ein billiges und natürliches Reinigungsmittel. Es wird auf die Verkrustungen gestreut, egal in welcher Menge. Anschließend wird der Backofen auf 50 Grad aufgeheizt. Nach dem Abkühlen kann er dann ausgewaschen werden. Der Nachteil der Reinigung mit Salz besteht darin, dass es an den Seitenwänden nicht anwendbar ist.
Eingebrannte Rückstände auf der gläsernen Backofentür können mit einem Ceranfeldkratzer entfernt werden. Die anschließend noch vorhandenen Rückstände lassen sich einfach mit der rauen Seite eines Schwammes oder mit Scheuermilch entfernen.

Was ist zu beachten?

Bei der Verwendung chemischer Reinigungsmittel sollte man darauf achten, Gummihandschuhe zu tragen. Nach der Reinigung den Backofen bei geöffneten Fenstern einmal richtig aufheizen, damit die chemischen Gerüche abziehen können.
Herkömmliche Backofenreiniger auf Chemiebasis sind oftmals nicht oder nur begrenzt wirkungsvoll, aber schädlich für Mensch und Umwelt. Gute chemische Reiniger sind zumeist sehr teuer. Die guten alten Hausmittel sind die bei Weitem billigere Variante und wirken mindestens so gut wie handelsübliche Backofenreiniger.